Standortbedingungen und klimatische Voraussetzungen
für die Innenraumbegrünung mit Zierpflanzen in Gefäßen.

Immergrüne Pflanzen aus den tropischen und subtropischen Klimazonen haben sich in Europa für die Innenraumbegrünung als besonders geeignet erwiesen. Sie müssen die entsprechenden Standortbedingungen vorfinden.

Unter den standortbedingt häufig eingeschränkten Wachstumsfaktoren ist durch eine optimale Wurzelbelüftung, Wasser- und Nährstoffversorgung eine erstaunliche Akklimatisierung als Voraussetzung für ein anhaltend gesundes Wachstum gegeben.
 
Licht: Da bei der Raumbegrünung Licht in der Regel ein Minimumfaktor ist, bedarf dieser Faktor der besonderen Aufmerksamkeit.

Wachstum und Entwicklung der Pflanzen werden durch Licht ausgelöst und nachhaltig beeinflußt. Licht wird für die Photosynthese benötigt und bewirkt ein optimales Verhältnis von Blatt- und Stengelwachstum, welches zu einem harmonischen und kompakten Pflanzenaufbau
 

führt. Darüber hinaus wird bei verschiedenen Arten und Sorten die Blütenbildung durch die Lichtintensität und Beleuchtungsdauer stimuliert.

Temperatur: Alle Wachstums- und Entwicklungsprozesse der Pflanzen werden durch ansteigende Temperaturen bis zum Optimalbereich deutlich gefördert. Dies gilt für die Sprossentwicklung, die Blattfärbung, für das Wurzelwachstum und für die Blütenbildung.
Das Wärmebedürfnis der Hydrokultur-Pflanzen ähnelt dem des Menschen und entspricht, von wenigen Ausnahmen abgesehen, 18 - 24°C.

Kurzfristige Temperaturunter- oder -überschreitungen werden von den Pflanzen weitgehend verkraftet. Langfristige, sich wiederholende zu hohe Temperaturen durch direktes Sonnenlicht werden bei ausreichend hoher relativer Luftfeuchtigkeit zwar toleriert, sollten jedoch möglichst verhindert werden, da direkte Sonneneinstrahlung zu Blattübertemperaturen führen und dauerhafte Blattschäden verursachen kann.

Pflanzen tropischer Herkunft erleiden bei Temperaturunterschreitungen des Optimalbereiches Erkältungsschäden. Die Energieversorgung der Pflanzenzellen wird dadurch empfindlich gestört. Gewebeschädigungen an Trieb, Blatt und Wurzel können durch Braun- und Schwarzfärbung der abgestorbenen Zellen sichtbar werden.